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NAME JERUSALEM

Das Biblische Lexikon 5. Auflage, Verlag Kok, Kampen/Niederlande, erklärt uns:
‚Jerusalem ist die heilige Stadt für Juden und Christen (u.a. Jesaja 48, 2; 52, 1). Für den Islam ist es nach Mekka und Medina die drittheilige Stadt. Im Alten Testament lautet der Name Jeruschaläm, das die Masoreten als Jeruschalaim lesen wollten. So wird die Stadt auch heute noch genannt. Die Bedeutung des Namens, der vermutlich kanaanäischen Ursprungs ist, ist ungewiß. Man erklärt ihn wohl als „Stadt“ oder „Gründung von Salem“ bezw. „Gründung der Gottheit Salem“. Die Jebusiter, die dort vor den Israeliten gewohnt haben, vermutlich aber nicht die ältesten Bewohner der Stadt waren, nannten sie Jebus (Richter 19, 10; 1. Chronik 11, 4). In 1. Mose 14, 18 und Psalm 76, 3 heißt die Stadt Salem. Ein bekannter Name für Jerusalem ist Zion, ursprünglich wohl der Hügel, auf dem die Stadt der Jebusiter lag oder aber die befestigte Burg ihrer Stadt (2. Samuel 5, 7), später auch für die ganze Stadt verwendet (Psalm 132, 13) sowie auch im Neuen Testament (Hebräer 12, 22; Offenbarung 14, 1)’.
Soweit das Biblische Lexikon.

Der Name Jerusalem – er bedeutet ‚Besitz des Friedens’, wie ich irgendwo mal las – kommt mehr als 800mal vor im Alten und Neuen Testament, 667mal im AT und 144mal im NT. In der Bibel finden wir viele wunderbare Namen für Jerusalem, u.a. die Stadt Gottes (Psalm 46, 5; 87, 3); die Stadt Davids (2. Chronik 25, 28); die berühmte und fröhliche Stadt (Jeremia 49, 25); eine Stadt der Gerechtigkeit, eine treue Stadt (Jesaja 1, 26); die Stadt des großen Königs (Psalm 48, 3; Matthäus 5; 35); die Stadt des Herrn, Zion des Heiligen Israels (Jesaja 60, 14); Stadt der Treue (Sacharja 8, 3); Tor meines Volks (Obadja 1, 13; Micha 1, 9); meine Lust und liebes Weib (Jesaja 62, 4); der heilige Berg meines Gottes (Daniel 9, 20); die allerschönste, an der sich alles Land freut (Klagelieder 2, 15); die Fürstin (Klagelieder 1, 1); des HERRN Thron (Jeremia 3, 17); Ariel – Gotteslöwe, von Ari-El (Jesaja 29, 1.2.7) oder auch Gottesherd,
vom Stamm ‚ari’ = brennen (Jesaja 29, 1.2.7 Elb.rev.Üs.). Der Herr nennt die Stadt: meine Stadt (Jesaja 45, 13); mein heiliger Berg (Jesaja 11, 9; 56, 7; 57, 13; Joel 2, 1; 4, 17; Hesekiel 20, 40 ‚mein heiliger Berg, der hohe Berg Israels’). Es ist: die heilige Stadt (Nehemia 11, 1.18; Jesaja 48, 2; 52, 1; Matthäus 4, 5; 27, 53; Offenbarung 11, 2). Es zeigt uns, welche eine liebevolle Beziehung es gibt zwischen dem Herrn und seinem Volk, seinem Berg und seiner Stadt.

Der Name ‚Zion’ kommt mehr als 150mal vor. Dieser Name ‚Zion’ kommt eigentlich in drei Bedeutungen vor, so Hugh Kitson in seinem Buch ‚Jerusalem, the Covenant City’ (Jerusalem, Stadt der Verheißung).

Zunächst als Andeutung der Stadt Jerusalem, wie in Psalm 87, 1-3: „Sie ist fest gegründet auf den heiligen Bergen. Der HERR liebt die Tore Zions mehr als alle Wohnungen in Jakob. Herrliche Dinge werden in dir gepredigt, du Stadt Gottes“. Auch Psalm 48, 2-4: „Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. Schön ragt empor der Berg Zion, daran sich freut die ganze Welt, der Gottesberg fern im Norden, die Stadt des großen Königs. Gott ist in ihren Palästen, Er ist bekannt als Schutz“.
Dann kommt der Name ‚Zion’ vor als Andeutung des ganzen Landes Israel, wie in Jesaja 51, 3: „Ja, der HERR tröstet Zion, Er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüste wie Eden und ihr dürres Land wie den Garten des HERRN, daß man Wonne und Freude darin findet, Dank und Lobgesang“.
Schließlich wird ‚Zion’ auch verwendet als Andeutung des jüdischen Volkes, wie in Jesaja 51, 16: „Ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf daß Ich den Himmel von neuem ausbreite und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk“.

Jerusalem ist deshalb einzigartig, weil es die einzige Stadt der Welt ist, die der Herr für sich selbst beansprucht hat. Dazu Psalm 132, 13-14.17-18: „Denn der HERR hat Zion erwählt, und es gefällt Ihm, dort zu wohnen. ‚Dies ist die Stätte meiner Ruhe ewiglich; hier will Ich wohnen, denn das gefällt Mir.... Dort soll dem David aufgehen ein mächtiger Sproß, Ich habe meinem Gesalbten eine Leuchte zubereitet; seine Feinde will Ich in Schande kleiden, aber über Ihm soll blühen seine Krone’“. Er hat also diese Stätte sogar ‚auf immer’, auf ewig erwählt.

Oben erwähntes Wort ‚Gesalbter’ aus Psalm 132 ist das hebräische Wort für ‚Messias’. Psalm 2, 6-12 identifiziert diesen Messias als Israels König. Dazu die Elberfelder Übersetzung: „’Habe doch Ich meinen König geweiht auf Zion, meinem heiligen Berg!’ Laßt mich die Anordnung des HERRN bekanntgeben! Er hat zu mir gesprochen: ‚Mein Sohn bist du, Ich habe dich heute gezeugt. Fordere von Mir, und Ich will dir die Nationen zum Erbteil geben, zu deinem Besitz die Enden der Erde. Mit eisernem Stab magst du sie zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen’. Und nun, ihr Könige, handelt verständig; laßt euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde! Dienet dem HERRN mit Furcht, und jauchzt mit Zittern! Küßt den Sohn, daß Er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt der Zorn. Glücklich alle, die sich bei Ihm bergen!“

Salem – Jerusalem – Zion.
Psalm 76, 2-3 sagt es so: „Gott ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name herrlich. So erstand in Salem sein Zelt und seine Wohnung in Zion“.
So war es einst, so wird es einmal auch wieder sein.
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Auszug aus „Warum immer wieder Jerusalem“ von Pfr. W.J.J.Glashouwer
Übersetzung Heinz Volkert
Verwendet wurde, falls nicht anders erwähnt, die Luther-Bibel in der revidierten Fassung von 1984