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Wie „jüdisch“ ist das Neue Testament - Wie „christlich“ ist das Judentum?!
von Israel Yaoz

Liebe Freunde!

Die meisten Stellungnahmen erhält man von frommen Christen, von wiedergeborenen Christen oder von wiedergeborenen messianischen Juden; ich selbst bin ein durchschnittlicher Jude, ein Nachkomme vom Stamme Levi.
Von der jüdischen Gemeinde wurden Priester und Leviten immer sehr hoch geschätzt - so ist es nur verständlich, dass diese „Kaste“ über viele Jahrhunderte hindurch stolz darauf war, die Erinnerungen an ihre edle Abstammung aufrecht zu erhalten.

Als Reiseführer in Israel habe ich die Ehre, viele christliche Gruppen begleiten zu dürfen und kam zu dem Ergebnis, dass das Christentum sowie das Judentum ein und dieselbe Botschaft verkünden.
2000 Jahre lang haben Christen genauso wie Juden – aus welchen Gründen auch immer – die Unterschiede ihrer Anschauung hervorgehoben, und versuchten ihren Standpunkt zu „beweisen“, aber niemand unterstrich, was wir gemeinsam haben, und das ist wesentlich mehr, als das, was uns trennt.
Viel zu oft gab es zerstörerische Mächte, welche Oberhand bekamen und das Feuer des Hasses schürten, welche dann auch schließlich im Holocaust ihren Höhepunkt erreichten.
Es brauchte diese schreckliche Tragödie, um zum Nachdenken zu kommen, und nach Antworten zu suchen auf die Frage: „Wie und warum konnte so etwas geschehen?“

Im 12ten Jahrhundert schrieb der bekannte Rabbi Jehude Halevi: „Das Christentum und der Islam sind Vorbereitungen für die letzten messianischen Tage, Früchte des Baumes, den sie schließlich und endlich als ihre Wurzel anerkennen müssen, auch wenn sie es zur Zeit noch ignorieren.

Im 13ten Jahrhundert verkündete der französische Rabbi Menachem Me`iri: „Diejenigen, welche die sieben Gesetze Noahs einhalten, z. B. kein Götzendienst, nicht Gott zu (ver)fluchen, nicht rauben, nicht Sexualverbrechen, nicht grausam mit Tieren umzugehen, Rechtspflege üben, etc., erhalten den gleichen Anteil am Ewigen Leben, wie wir Juden, die auf 613 Gebote verpflichtet sind, welche uns von Mose überliefert wurden.

Eine oft diskutierte Frage in christlichen Kreisen lautet, ob es erlaubt ist, im Rahmen eines Dialoges mit Juden zu missionieren, oder ob das vielleicht sogar erwünscht ist.
Das Wort „Dialog“ bedeutet, dass eine Angelegenheit zwischen zwei gleichwertigen Partnern diskutiert wird; sobald eine Missionierung anfängt, sind es keine gleichwertige Partner mehr, vielleicht gibt es dann eine Diskussion, aber keinen Dialog mehr.

Wenn wir zu den frühesten Stufen der Christenheit zurückblicken, entdecken wir, dass Jesus und seine Lehren von unzähligen Juden willkommen geheißen wurden; wenn wir die Geschichte der Speisung der 5000 lesen, lernen wir, dass sie kamen, um seine Worte zu hören, nicht um mit Nahrung versorgt zu werden. In Wirklichkeit wussten diese Tausende (Frauen und Kinder nicht mitgerechnet) nicht, als sie früh morgens kamen, dass Jesus ihnen an diesem Abend zu essen geben würde.
Wer waren diese Leute? Kanaaniter? Heiden? Philister? Römer? Griechen?
Nein, Juden, fromme Juden, die drei Mal täglich in ihre Synagogen gingen. Aus welchen Menschen bestand die Menge, die bei der Bergpredigt zuhörte? War Pontius Pilatus unter ihnen? Nein!
Juden und nur Juden! Wer waren diese vielen Menschen, die Ihm bei seinem triumphalen Einzug in die Heilige Stadt, nach Jerusalem zujubelten? Wer waren die Kranken auf den Tragen, die zu Ihm nach Genezareth gebracht wurden und wer waren die Leute, die sie trugen?
Juden und nur Juden! Wer waren die Männer, die Ihn einluden und aufforderten in ihre Synagogen zu kommen, um dort auch ihren Gefährten zu predigen? Wer waren die Töchter Jerusalems, die Ihn auf seinem Weg nach Golgatha beklagten? Wer kümmerte sich um sein Begräbnis? Ein frommer Jude.
Wer waren die Apostel? Wer waren die ersten Leute, die an seine Auferstehung glaubten?
(Ich meine vor der Taufe des Hauptmannes Cornelius) Welchen Glauben hatten seine Brüder und Schwestern?
Wie hoch ist doch diese Zahl von Juden im Vergleich zu einer Hand voll Politikern und Hohepriestern, die, aus Furcht vor den Römern oder um eben diese zufrieden zu stellen, ihn der Willkür eines blutrünstigen und absoluten Herrschers wie Pontius Pilatus es war, auslieferten.
Und zu guter Letzt frage ich mich, ueber wem Jesus gesprochen hat, als er sagte: „ Was immer ihr dem geringsten meiner Brüder angetan habt, das habt ihr mir getan!“

So lasst uns nun dem „geringsten seiner Brüder“ zuwenden und uns fragen, wie „christlich“ ist das rabbinische Judentum?
Ich beziehe mich hier auf das Judentum der letzten 2000 Jahre. Das Judentum der letzten 2000 Jahre bedeutet das „Alte Testament“ plus Talmud; ohne die Lehren des Talmud, wäre das Judentum eine veraltete Religion, welche sich nur um das Opfern von hunderte von tausenden von Tieren im Tempel von Jerusalem dreht, um Gott zu dienen.

70 Stiere wurden insgesamt am Laubhüttenfest im Tempel geschlachtet, aber wenn der Talmud uns lehrt dass dies geschah mit der Absicht, stellvertretend für die 70 Völker der Welt (Freund oder Feind, Nachbar oder entfernte, unbekannte Völker) um Vergebung zu bitten, dann zeugt das von einer noch nie da gewesenen moralischen Gesinnung.

Der Talmud diskutiert auf vielen Paginas das Zitat: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“; eine Aussage, die jedoch niemals von den beteiligten Gelehrten wörtlich genommen wird; sondern es handelt sich um eine Frage von finanzieller Entschädigung („wäre diese Person ein Sklave, wie hoch wäre seine Wertminderung, wie viel wäre nötig für medizinische Behandlung, wie hoch wäre der Verlust durch Arbeitsausfall, etc., man addiert das Ganze und verlangt dann diese entsprechende Summe“).
Vermutlich versteht auch Jesus die eigentliche Bedeutung genau so, als er bei der Bergpredigt diese Stelle zitiert, und bei seinen Zuhörern darauf plädiert, nicht einmal auf finanzielle Entschädigung zu bestehen, um einen endlosen Kreis des Feilschens zu verhindern.
Die einzigen, die diesem Text eine tendenziöse Wertung gaben, waren diejenigen, welche die Juden des „Alten Testaments“ verunglimpfen wollten, und welche sich so von ihnen zu distanzieren versuchten, obwohl das „Alte Testament“ ja auch ein Teil ihres Kanon ist.

Passah ist das Fest zum Gedenken an die Befreiung von Israel von der Knechtschaft aus Ägypten –
Ostern ist für das Christentum das Fest der Befreiung von der Knechtschaft der Sünde.
Während des Sederabends, das festlichste Abendmahl des jüdischen Jahres, rezitiert der Familienvater die 10 Plagen, die Ägypten befielen. Jedes Mitglied der Familie, auch das aller jüngste Kind, wird seinen kleinen Finger in das Glas Wein tauchen, das vor ihm steht und träufelt einen Tropfen daneben; insgesamt 10 x wird jeweils ein Tropfen Wein „vergossen“, um auf symbolische Art und Weise auszudrücken, dass man niemals Freude am Leid eines anderen haben darf, auch dann nicht, wenn es dein schlimmster Feind ist. (Ich kann Ihnen versichern, dass niemand in Israel glücklich darüber ist, wenn Palästinenser im Gaza oder an anderen Grenzen getötet werden)
Der Talmud sagt, dass die Engel im Himmel beginnen wollten, Gott eine Hymne zu singen und zu jubeln, weil Er die gottlosen Ägypter ertrinken ließ; aber Gott rügte sie:: „Meine Geschöpfe sterben und ihr da wollt singen?“ (die bösen Ägypter…. „meine Geschöpfe“!)
Solche Midraschim, moralische Geschichten, berühren die Seele eines Volkes mehr, als Geschichten aus der Bibel.
Die Bibel sagt uns, dass die Ägypter bis auf den letzten Mann ertranken; auf Deutsch, genauso wie im Hebräischen bleibt die Frage offen, ob auch der allerletzte Mann ertrank; der Talmud behauptet, dass der letzte Mann der Pharao war, er überlebte, ihm wurde bewusst, wer der wahre Gott ist, er tat Buße und wurde ein Gottesfürchtiger Mann.
Die jüdische Tradition legt dem Pharao folgende Worte in den Mund: „Wer ist wie Du unter den Göttern“ (Ex. 15 Vers 11). Dieser Midrasch löst auch ein Problem für einen gläubigen Juden: „Wie könnte irgendein Jude, sei es Mose oder Mirjam, auch nur in Erwägung ziehen, dass es „Götter“ geben könnte“? Nein, es war der überlebende Pharao, der diese Worte ausrief!
All das ist schon sehr lange her, so lasset uns zu jüngeren Tagen übergehen. Lasset uns einen Brief lesen, den Papa Joseph, ein einfacher jüdischer Holzfäller in Polen, an seine Kinder schrieb, einige Tage bevor er von den Nazis ermordet wurde.
Lesko 6. 9. 1942

Liebe Kinder,
Ich teile euch mit, dass ich mich aufgerafft habe, meine Lage zu beschreiben. Und zwar ist der Ort Isterich gestern ausgesiedelt worden. Heute gehen alle Männer, Frauen und Kinder vin hier weg…..so wie die Leute von Isterich. Wir gehen nicht weit in ein Dorf neben Linsk. Dort arbeitet unser Samuel schon die ganze Zeit, und man sagt, dass es dort 3000 arbeitsfähige Männer übrig bleiben werden, und der Rest wird geschmolzen. Von der ganzen Region von Sanik werden ca. 15000 Seelen ausgesiedelt. Nun versteht ihr schon meine Lage, und von allen Juden. Es scheint mir, dass seit der Zeit der Zerstörung vin Jerusalem ähnliches nicht passiert ist. Das heisst, liebe Kinder, dass soweit wir feststellen müssen, dieser Brief ein Abschiedsbrief ist, und zwar ein Abschied von Euch und auch vin dieser Welt. Denn solch Leute wie ich haben nichts mehr zu erwarten.
Aber bei uns im Talmud steht: “Sogar wenn ein scharfes Schwert auf deinem Hals liegt, darf man auf die gettliche Genade hoffen. Der Allmächtige, sei er gesegnet, kann noch helfen, wenn der Brief euch noch beizeiten erreicht.
Wie wir mit unseren irdischen Augen sehen, ist das alles vom Himmel beschlossen, und wenn es ein gettlicher Beschluss ist, muss jeder Jude es mit Liebe auf sich nehmen, und sich davon bewusst sein, dass er ein Sühneopfer (Akkedah, so heisst die Opferung Isaac durch Abraham) ist, für sich und ganz Israel. Wenn dieses der Wille des Schöpfers ist, ist es nicht zu vermeiden. Liebe Kinder, ihr sollt bloss nicht meinen , dass ich völlig verzweifelt bin, denn solange dass man die Augen offen hat, gibt es Hoffnung. Allenfalls könnte der Schöpfer der Welt noch Rettung bringen. Ihr Kinder, wenn der Allmächtige, gesegnet sei Er, euch retten wird, und ihr mit seinem Willen überleben werdet, sollt ihr nicht vergessen, dass ihr einen Vater gehabt habt auf dieser Welt, und du Moshe sollst einen Zettel (Zettel, wie üblich bei der Westmauer) bringen in meinen Namen zu einem Zaddik der abstammt von dem chassidischen Riesener Hof, und wenn Shlomoh am Leben bleibt und gesund sein wird, sage ihm Ähnliches, und dann wird er schon wissen was zu tun. Ich schreibe euch auch die Adresse vin unserem Israel :I. Weiss, Ben Jehudastr.161,
Tel Aviv, PALESTINA.
Wenn du es mit Gottes Hilfe überleben wirst, sollt ihr auch sofort Kontakt aufnehmen mit ihm. Schreibt ihm, er solle zu meinem Gedächtnis ein Gebet beten an den Heiligen Staetten. Wenn der grosse Lehrer von Leipzig noch da ist, sollt ihr zu meinem Gedächtnis einen Brief an ihm senden, und ihr Kinder sollt beim rechten Glauben bleiben (Yiddischkeit) und vertrauen, dass der Allmächtige helfen wird, und das ihr noch Gutes erwarten dürft. Ich hoffe bei Gott, dass ihr junge Kinder das Gute auch sehen werdet. Ich bitte euch, mich nicht zu vergessen, und auch den Schöpfer nicht, und dass ihr bis zum Ende eurm Judentum treu bleiben werdet.
Liebe Feitsche, (seine Tochter?) Ich verstehe jetzt deine unglückliche Lage, aber was kann ich dafür, dass du in so einer sündigen Generation geboren wurdest.
Du hast noch nicht angefangen zu leben, von dem Moment, dass du geboren bist bis zum heutigen Tag. Aber wenn der Ewige helfen wird, und du überleben wirst, wirst du die schöne Seite des Lebens noch genießen. Nur möge der Herr dich hüten vor jeder Versuchung. Bete zum Herrn, und erwähne, dass du nich nicht gesündigt hast, und er möge dir helfen. Jetzt liebe Kinder, viel Zeit zum Schreiben habe ich nicht mehr. Verbleibt gesund und stark, und vergisst den Allmächtigen nicht bis zur letzten Minute und auch mich nicht. Aber wenn Gott uns helfen wird, und wir uns begegnen werden, (????) denn bei Gott ist Alles Licht.
Ihr sollt euch auch das Leben nicht nehmen, denn es ist ein Geschenk vom Himmel. Ich bete nur ihr Kinder, dass er euch helfen wird, und dass ihr nicht in Versuchung kommt. Wenn ihr am Leben bleibt, sollt ihr schreiben zu Samuel Leb in der Stadt …. in der Region Zanik. Ich nehme an, dass er dort weiter arbeiten wird. Bleibt gesund und stark. Ich grüsse euch mit vielen Küssen. Dieser Brief soll euch einst erinnern, dass ihr jeh mal einen Vater gehabt habt auf dieser Welt. Ich wünsche euch Kinder zum kommenden Neujahr eine gute Einschreibung und Versieglung (im himmlischen Buch des Lebens) Ein gutes und gesegnetes Jahr, von eurem Papa Joseph.

Als Reiseführer in Israel konnte ich, aufgrund der Intifada, meiner Arbeit in den Jahren 2001 - 2005 nicht nachgehen - und so reiste ich zwei Mal die Woche nach Jerusalem, um an einem Bibel-Seminar teilzunehmen. Am Holocaust-Gedenktag widmete unsere Lehrerin ihre Stunde dieser Katastrophe und las uns den oben angeführten Brief vor; er war geschrieben auf jiddisch in hebräischer Schreibschrift.
Es war der Original-Brief, den ihr Großvater Joseph geschrieben hat, einige Tage bevor er „liquidiert“ wurde, gemeinsam mit so vielen anderen Juden. Ich bat sie um Erlaubnis, den Brief kopieren zu dürfen und versuchte, ihn in richtiges Deutsch zu übersetzen. Was mich dabei traf ist die Tatsache, dass jeder Satz des Vaterunsers auf die eine oder andere Art und Weise in diesem Brief zu finden ist. Und das, obwohl dieser Mann, ein frommer Jude, sicherlich noch nie dieses Gebet gehört, geschweige denn, gelesen hat:

Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden, unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Ich wiederhole, jedes Wort dieses Gebets ist im oben angeführten Brief vertreten, sogar das Gebot, nachsichtig zu sein gegenüber unseren Feinden. Kein Wort wie Feind, keine Deutschen, keine Nazis, keine Rache, kein Fluch, kein Blut…..nur: „was können wir dafür, dass wir in einer solch sündigen Generation leben“, was die Frage offen lässt, wer ist sündig: Sie? Ich? Er? Wir?
Als meine Enkelin sechs Jahre alt und in der ersten Klasse der Volksschule war, wurde ein Großvater am Holocaust-Gedenktag eingeladen, den Kindern von den Leiden während der Verfolgung zu berichten; am Ende frage er die Kinder, ob sie irgendwelche Fragen hätten; natürlich meldete sich niemand……….doch meine Enkelin zeigte auf! „Was möchtest du fragen?“ Sie sagte: „Wenn ich eine kleine Sünde begehe, kann ich die ganze Nacht nicht schlafen, wie konnten die Deutschen schlafen?“
Der Brief und diese Frage verbergen in sich die gleiche Gesinnung…..wie diese Tropfen Wein am Passahabend, so wie Gott Seine Engel rügte…….so wie der „wiedergeborene“ Pharao….
Ich muss nochmal betonen, dieser einfache Holzfäller aus den Wäldern Polens war weder ein Rabbi,
noch ein Gelehrter, sondern nur ein frommer Jude, so wie hunderttausende, wenn nicht Millionen, die dem Pfad Gottes folgten.

Ein weiterer Midrasch (Yalkut Shim`oni – Emor 23)
Über das Laubhüttenfest und das Fest der Wochen trägt uns die Bibel drei Mal auf: „Seid fröhlich an eurem Fest“ (Deut. 16.14, Levitikus 23.40, Deut. 16.11) jedoch hinsichtlich des Passahfestes wurde nicht erwähnt: „Du sollst jubeln!“ „Warum nicht?“ Weil so viele Ägypter starben.
Überdies: während der ganzen sieben Tage des Laubhüttenfestes beten wir die Psalme des Lobes (Ps. 113-118): Aber an Passah beten wir es nur am ersten Tag und in der Nacht davor (siehe Matth. 26 Vers 30) Warum? Weil geschrieben steht: „Wenn dein Feind fällt, dann sei nicht schadenfroh und wenn er stolpert, dann lass dein Herz sich nicht daran erfreuen (Sprichwörter 24 Vers 17). Bleibt nur noch die Frage:

Wie „jüdisch“ ist das Neue Testament - wie „christlich“ ist das Judentum!!!

Als es der israelischen Armee gelang (1982), Arafat und seine Leute zu zwingen, Libanon zu verlassen und nach Libyen zu fliehen, fing der damalige Ministerpräsident Begin (der ja als besonders stur galt) seine offizielle Ansprache in der Knesset an mit den Worten: „Ich habe heute Vieles zu berichten, aber erinnern wir uns an das Wort aus der Schrift: „Wenn dein Feind fällt, dann sei nicht schadenfroh, und wenn er stolpert, dann lass dein Herz sich nicht daran erfreuen“.