Warum Israel? Grundkurs


Gebetsbrief


Zeitung


Deutscher Webshop


Internationaler Webshop

Liebe Leser!                                                                                                                                                     <<

Für Israel beginnt in diesem Monat ein neues Jahr.
Das jüdische Neujahrsfest Rosh HaShana (wörtl. "Kopf des Jahres") gehört zu den feierlichsten Zeiten des jüdischen Kalenders und wird am ersten und zweiten Tag des siebten Monats, Tischri, begangen (vom Abend des 29. September bis zum Abend des 01. Oktober 2008).
Rosh HaShana wird durch den folgenden Bibelvers festgelegt: "Im siebten Monat, am ersten des Monats sei euch eine Feier, ein Gedächtnistag des Posaunenschalls, heilige Berufung ..." (Lev. 23,24)
Es geht in diesem Fest um die Besinnung auf die Schöpfung sowie um die Vorbereitung auf das göttliche Gericht.

Mit Rosh HaShana beginnen die Zehn Bußtage (Asseret Jamei Teschuwah), die ehrfurchtsvollste Zeit des jüdischen Jahres, eine Periode des aufrichtigen Bekenntnisses und der Reue, die am Yom Kippur, dem Versöhnungstag, endet.
Der Schabbat, der in diese Zeit fällt, heißt "Schabbat Schuwah" - "Schabbat der Umkehr", denn die Prophetenstelle, die im Morgengottesdienst gelesen wird, beginnt mit dem Wort "Schuwah" - "Kehre um", eine Ermahnung Israels, zu Gott umzukehren.
Zu den wichtigsten Gebräuchen von Rosh HaShana gehören das Schofar-Blasen während eines ausgedehnten Gottesdienstes sowie reichhaltige häusliche Mahlzeiten. Außerdem begibt man sich kurz vor Sonnenuntergang an Gewässer, um dort zu beten und durch das Hineinwerfen von Brotkrumen oder Steinen symbolisch die Sünden fortzuwerfen. Diese aus dem 15. Jahrhundert stammende Zeremonie heißt im Hebräischen „Taschlich“ und bezieht sich auf Worte in Micha 7,18-20: „Wer ist ein Gott wie Du, der Schuld vergibt und Vergehen verzeiht dem Überrest seines Erbteils! Nicht für immer behält Er Seinen Zorn, denn Er hat gefallen an Gnade........“
Das Blasen des Schofars, des Widderhorns, hat mehrere Bedeutungen, es symbolisiert u.a. die Offenbarung Gottes am Sinai, wo Er den Menschen Seine Gebote gegeben hat (2. Mose 19,16-19), außerdem die Königsherrschaft Gottes (Ps.98,6), die Notwendigkeit von Herzensprüfung, Reue und Umkehr in Erinnerung der Frage Gottes an Adam: “Wo bist Du?“, sowie das Kommen des Messias und das künftige messianische Zeitalter (Jesaja 27,13).
Unsere Verbundenheit mit Israel reicht über Israel hinaus zum Gott Israels, dem Gott, der Israel erwählt und sich durch Israel allen Völkern offenbart hat, der Gott der Juden als auch der Christen. Sein Reich komme, der König des Reiches komme und dann wird wirklich Friede sein.
Wir wünschen dem jüdischen Volk ein gutes und segensreiches neues Jahr 5769 und Ihnen allen Gottes Segen!


Ihre Marie-Louise Weissenböck