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5. Mai 2008:
Schüler Österreichs bringen die Vergangenheit in die Gegenwart um ein Bewußtsein für die Zukunft zu schaffen. Der 5. Mai, der Tag der Befreiung des KZ Mauthausen, ist seit dem einstimmigen Nationalratsbeschluss vom 11. November 1997 österreichischer Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus, zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

„A Letter to the stars“, das größte und medienwirksamste Zeitgeschichte-Projekt Österreichs, organisiert seit 2003 an diesem Tag Aufsehen erregende Aktionen. Die erste gab ihr den Namen: Schüler suchten sich Namen aus Opferlisten, recherchierten Lebensgeschichten und schrieben Briefe an die Opfer. Am 5. Mai 2003 ließen in Wien am Heldenplatz mehr als 15.000 Schüler aus ganz Österreich in einer berührenden Gedenkveranstaltung 80.000 weiße Luftballons mit „Briefen aus der Gegenwart an die Vergangenheit für die Zukunft“ aufsteigen. Unter den folgenden gelungenen Veranstaltungen dieser Organisation zum 5. Mai haben z.B. 2006 die Blumen der Erinnerung – abgelegt an den Adressen der Ermordeten – bleibende Eindrücke hinterlassen. 2007/8 reisten Schülergruppen als Botschafter der Erinnerung nach New York, London und Israel, um überlebende vertriebene ehemalige Österreicher zu treffen und Lebensgeschichten zu sammeln.

Zum 5. Mai 2008 wurden vom österreichischen Staat im Rahmen des Schülerprojekts über 200 Menschen, jeweils samt einer Begleitperson aus aller Welt eingeladen, die vor 70 Jahren vertrieben worden waren.
250 Schulen aus ganz Österreich waren Gastgeber, und Schülergruppen verbrachten die Woche in engem Kontakt mit „ihrem“ Eingeladenen. Die Gäste besuchten Kulturveranstaltungen, sprachen mit Schülern in der Oberstufe Höherer Schulen und gaben ihr Vermächtnis, ihre persönliche Botschaft, an die österreichische Jugend weiter.
Am 5. Mai 2008 fand unter dem Leitsatz „War nie Kind“ eine Gedenkveranstaltung im Reichsratssitzungssaal des Parlaments statt. Unter den Teilnehmern waren neben Bundespräsident Heinz Fischer, Mitgliedern der Regierung, Abgeordneten und Vertretern der Religionsgemeinschaften auch zahlreiche der eingeladenen überlebenden Vertriebenen.
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer erinnerte in ihrer Rede daran, dass sich Österreich erst spät und „auf internationales Einfordern“ mit seiner Geschichte auseinandergesetzt habe. Bundesratspräsident Helmut Kritzinger betonte, man müsse jenen beistehen, die heute noch mit den Verbrechen des Nationalsozialismus zu leben hätten. Gewalt und Rassismus seien jedoch keine „Phänomene der Vergangenheit“.

Anschließend nahmen die überlebenden vertriebenen ehemaligen Österreicher an der großen Feierstunde auf dem Wiener Heldenplatz teil. Dieser war von jüngeren Schülern mit „Denkmälern“ dekoriert worden. Schulklassen, die am DENK.MAL-Projekt teilnahmen, gestalteten in Erinnerung an die österreichischen NS-Opfer Texte, Bilder, T-Shirts, Plakate, Kunst gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit. Die Zeitzeugen erinnerten an die Schrecken der Vertreibung. Bundespräsident Fischer, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Vizekanzler Wilhelm Molterer würdigten das Engagement der Schüler und die Bereitschaft der Opfer, ihre schmerzvollen Erinnerungen mit den jungen Menschen zu teilen.
Gerda Hofreiter, Marie-Louise Weissenböck
„Wir können, was die Überlebenden des Holocaust erlitten haben, nicht wiedergutmachen. Aber wir können Ihnen heute Brücken bauen, die Hand reichen und damit ein Stück alter Heimat zurückgeben.“ (www.lettertothestars.at)

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